
Kurz vor Singen mußte der
Müller
absteigen, wobei er mit Schrecken inne ward, daß der Geldgurt,
den
er um den Leib hatte, ganz leicht und leer geworden sei. Voll Verdacht
blickte er auf den Wanderer, der neben ihm gesessen; aber der sagte
ganz
gleichgültig: «Ich habe das Geld nicht; geht einmal
zurück,
vielleicht findet Ihr es wieder.» Da schaute der Müller sich
um und sah beim Mondlicht vor sich auf dem Weg einen Taler liegen;
unweit
davon fand er einen zweiten und einige Schritte weiter einen dritten.
Hierüber
lachte der Wanderer laut auf, stieg vom Wagen und verließ den
Müller.
Nun merkte dieser, daß er es mit Poppele, dem Spukgeist von
Hohenkrähen,
zu tun habe; schnell stellte er sein Fuhrwerk in Singen ein und ging
suchend
auf der Landstraße eine Stunde weit zurück. Nach und nach
fand
er alle seine Taler, den letzten morgens um fünf Uhr an der
Stelle,
wo er den Poppele auf den Wagen genommen hatte.
Zruck uff mi alemannischi Hauptsiite